Rückblick

Der Bann ist gebrochen, der SC Rheintal gewinnt in Herisau mit 4:2

SC Herisau – SC Rheintal 2:4 ( 1:1, 0:0, 1:3

Sepp Schmitter

Es war ein Stardrittel  auf Biegen und Brechen, beide Teams starteten entschlossen. Schon nach zwei Minuten sahen sich die Gäste in doppelter Überzahl, doch das Powerplay noch zu wenig effizient. Etwas besser machten es die Hausherren, denn sie konnten ebenfalls in doppelter Überzahl agieren und Eigenmann markierte gekonnt den Führungstreffer. Eine Strafe lief noch weiter, bis   Luca Binder aus der Kühlbox kommend, bei seinem Solo den Ausgleich nur ganz knapp verpasste. Dank hartnäckigem nachsetzen kam der SC Rheintal doch noch zum verdienten Ausgleich, Johannes Lins konnte die Scheibe versenken. Gut für die Moral und das Spiel. Die Spannung wurde aufrecht erhalten.

Im Mitteldrittel kam etwas mehr Spielfluss auf, beide Teams versuchten, sich vor des Gegners Tor zu kombinieren und die Goalie konnten sich mehrfach auszeichnen. Die Durchschlagskraft fehlte auf beiden Seiten.  Dann fanden die Schiedsrichter das Rezept gegen aufkommende Langeweile und es gab wieder einmal Strafen, die zum Glück für die Rheintaler ohne Folgen blieben. Das Spiel offen,  aber auf Messers Schneide.

Vincent Sauter im Tor spielte sackstark und gut beschützt von seinen Vorderleuten…

Arbeitssieg im Schlussdrittel.

Gleich nach Wiederbeginn eine Schrecksekunde für die Rheintal Fans. Michael Holdener, der selber einmal die Herisauer Hosen anhatte, verlor kurz die Orientierung.  Völlig unbedrängt spielte er seinem ehemaligen Kollegen die Scheibe so schön auf den Stock, dass sich dieser die Ecke aussuchen konnte. Die erneute Führung der Appenzeller löste aber eine Gegenreaktion  aus und so konnten die  Rheintaler im  Powerplay den   traumhaft herausgespielten 2:2 Ausgleich notieren. Jonas Josef Kofler verwertete das Zuspiel von Yanick Bodemann zu seinem ersten Treffer für die Luchse. Knapp 10 Minuten vor Spielende dann die erste Führung des  SC Rheintal, Mica Moosmann wurde für seinen unermüdlichen Einsatz mit dem 3:2 belohnt.  Nun waren die Bären gefordert und zeigen Ihre Krallen. Vincent Sauter zeigte sein ganzes Können und konnte mit tollen  Aktionen und auch einem Quäntchen Glück weitere Tore verhindern.  Die Herisauer nahmen ihr Time out, den Torhüter heraus und das schon zweieinhalb  Minuten vor Spielende. Doch das ging voll in die Hosen. Die Rheintaler konnten befreien, erkämpften sich die Scheibe und nach einer Ehrenrunde ums leere Tor konnte wiederum Mica Moosmann den Gummi im Gehäuse parkieren und die drei Punkte ins trockene schaufeln. Herisau war nochmals alles nach vorne, doch die Luchse brachten den Vorsprung über die Zeit und konnten  mit ihrem neuen Trainer Sascha Moser den etwas unerwarteten ersten Sieg in dieser Saison feiern.  Und damit war auch die Gefahr gebannt, dass sich Michael Holdener am Schluss gar noch in die falsche Garderobe verirren könnte.

Mica Moosmann mit zwei Tore und einem Assist „Mann des Spiels“

Weiter geht es am Mittwoch auswärts gegen das punktelose Luzern.  

Nächstes Heimspiel:

Samstag 17. Oktober 17.30 Uhr SC Rheintal – HC Prättigau-Herrschaft.

Telegramm :

 SC Herisau  – SC Rheintal  2:4 ( 1:1, 0:0, 1:3)

Ort:  Sportzentrum Herisau  Zuschauer:  281   SR: Gamper, Scheggia, Cantamessi,

Tore: 10. Gartmann ( Bommeli, T. Koller) 1:0, 17. Lins (Bartholet) 1:1, 41. Eigenmann 2:1, 43. Kofler (Bodemann, Moosmann) 2:2, 51. Moosmann (Bodemann, Holdener) 2:3, 58. Moosmann (Holdener, Waidacher) 2.4,

Strafen:   Herisau 5 x 2 Min, 10 Min. Eigenmann,   SC Rheintal 6 x 2 Min.

Aufstellung Herisau:  Bauer ( Allenspach) Bleicker, Hoffmann, Hofstetter, Olbrecht, Koller M. ) Noser, Frischknecht, Hohl, Eigenmann, Koller T. ) Popp, Inauen, Lüthi, Kobler, Gartmann, Bommeli,

Coach: Stüssi Rene,

Aufstellung SC Rheintal: Sauter,  (Metzler,) Thurnherr, Sabanovic,  Berweger, Binder,  Bartholet, Bodemann, Vetter,  Kuster, Stoop,  Holdener, Romagna,  Lins, Adam, Kofler, Giger, Obrist, Rozajac, Waidacher, Moosmann, 

Coach: Sascha Moser

Bemerkungen:  SC Rheintal ohne Eugster,

Die Spieler bedankten sich artig bei den Fans für die Unterstützung.
Das Lachen ist zurück…. oder, auch so geht Corona. !!

SC Rheintal – Argovia Stars

Wieder keine Punkte, Der SC Rheintal unterliegt den Argovia Stars mit 1:3.  SEPP SCHMITTER

Das Startdrittel hatte eigentlich sehr gut begonnen, schon nach 30 Sekunden die erste klare  Möglichkeit, die Luchse verlagerten das Geschehen vor das gegnerische Tor. Und  nach 5 Minuten hätte es auch  2:0 stehen können. Aber hätte, wenn und aber, die Aargauer kamen mit ihrem ersten richtigen Angriff gleich zum ersten Tor und entgegen dem Spielverlauf lagen sie in Führung. Der SC Rheintal hatte im Stardrittel klar mehr Spielanteile, nur  das Resultat stimmte nicht.  So ging es mit Rückstand für die Hauherren in die  erste Pause.

Keine Tore im Mittelabschnitt

Der SC Rheintal beginnt wiederum sehr Druckvoll, doch werden die besten Chancen aufgelassen. Beide Torhüter können sich auszeichnen und sind verantwortlich dass  das zweite Drittel torlos endet. Statistiker hatten  aber festgestellt, dass die Luchse drei Mal so viel auf das gegnerische Tor geschossen hatten, allein der Erfolg blieb aus, die Rheintaler  hatten das Glück noch nicht in Anspruch genommen.

Späte Entscheidung.

Die letzten 20 Minuten mussten die Entscheidung bringen und  wiederum starteten die Luchse entschlossener. Eine Strafe gegen die Aargauer konnte aber nicht ausgenützt werden, das Powerplay war schlicht weder Power noch Play. Kurz darauf wieder zwei hervorragende Möglichkeiten, doch die alte Weisheit bewahrheitete sich, wer sie vorne nicht mach bekommt sie hinten rein. Ein Tor mit Ansage, der Topscorer der Aargauer postierte sich vor Vincent Sauter, lauerte auf ein Pässchen, die SCR Abwehr liess zu viel Raum und  die Gäste lagen mit zwei Toren im Vorsprung. Noch 10 Minuten blieben, um das Resultat zu kehren. Sascha Moser versuchte das Husarenstück und nahm schon zweieinhalb Minuten vor Ende den Torhüter heraus. Und das Kunststück gelang zur Hälfte.  Yanick Bodemann konnte zum 1:2 verkürzen, und das zwei Minuten vor Schluss. Nun war der Fokus nur noch nach vorne gerichtet, aber das nützte Neher gnadenlos aus und machte mit dem dritten Tor den Sack zu, die nächste Niederlage für den SC Rheintal  perfekt.  Die über 210 Zuschauer konnten gegenüber dem letzten Spiel klare Fortschritte feststellen, allein der Abschluss ist noch zu wenig entschlossen.  Und auch Argovia ist wieder ein Gegner in Reichweite gewesen, der aber dank Routine und Geduld die Punkte entführt hat.

Yanick Bodemann trifft nur einmal, Sandro Bartholet hat assistiert.

Weiter geht es am nächsten Samstag in Herisau.  Spielbeginn 17.30 Uhr.

EHC Burgdorf – SC Rheintal.

Aufopfernd gekämpft, aber kein Happy End. Der SC Rheintal unterliegt dem EHC Burgdorf mit 2:4 (1:0, 2:1, 1:1)

SEPP SCHMITTER

Weil  die Strassen ins Emmental verstopft waren und die Mannschaft  mit einiger Verspätung in Burgdorf eintraf,   musste die Spielvorbereitung für einmal schon im Bus beginnen. Die Jungs von Sacha Moser hatten sich viel vorgenommen, und die grosse Herausforderung anzunehmen. So entwickelte sich schnell ein spannendes Spiel auf beachtlichem Niveau. Als alle schon an ein Torloses Startdrittel glaubten, brachte der Berner Moser nach einem dummen Scheibenverlust seine Farben mit 1:0 in Führung, keine 10 Sekunden vor der Pause. Ein Tor im dümmsten Moment, und eigentlich Gift für die Moral.

Auch in Burgdorf ist Maskenpflicht, in der Halle.

Eine Strafe gegen die Gäste vermochten die Hausherren   mustergültig in ein weiteres Tor umzuwandeln. Die Scheibe wurde hin und hergeschoben, bis die Abwehr ausgehebelt war und Metzler gegen den satten Schuss keine Chance hatte.  Doch die Luchse machten dies wieder gut, denn sie brauchten sogar nur 20 Sekunden Powerplay, um den Anschlusstreffer zu realisieren. Bodenmann hatte auf Pass von Moosmann getroffen. Mit viel   Glück kamen die Berner zum dritten Tor. Aus dem nichts wurde ein Passversuch  von einem Schlittschuh abgelenkt und landete als Steilvorlage auf der Schaufel von Manco. Dieser liess sich nicht zwei Mal bitten und punktete eiskalt. Das Spiel hartumkämpft, eine erste Rangelei endete wegen Faustkampf auf der Strafbank. Mit zwei Toren Rückstand ging es in die zweite Pause.

Jubeln nah dem Anschlusstreffer.

Unentschieden im Schlussdrittel.

Die Luchse können in Überzahl beginnen und ziehen ein gefälliges Powerplay auf.  Die Strafe gerade abgelaufen, verkürzte Holdener auf Zuspiel von Bodemann und Moosmann auf 3:2, die Paradelinie hatte wieder zugeschlagen. Die Partie  war wieder offen und langsam kam eine gewissen Härte ins Spiel  Es wurde provoziert, was wiederum Faustkämpfe und Strafen zur Folge hatte.  Und eine solche brachte im Powerplay die Entscheidung mit dem vierten Tor der Ritter.  Noch blieben aber 15 Minuten, doch alles anrennen nützte nichts. Auch ohne Torhüter und mit sechs Feldspielern wollte die Scheibe  nicht mehr ins Netz, auch nicht ins leere, das spricht immerhin für die Abwehr der Rheintaler.

kein Gegentor ohne Torhüter.

Eins über das Resultat sichtlich enttäuschter Sascha Moser meinte nach dem Spiel: „Ich kann meiner jungen Mannschaft keine Vorwürfe  machen. Einsatzbereitschaft und Kampfgeist stimmten bis zum Schluss. Die Defensive steht relativ sicher, die Chancen sind da, aber im Angriff fehlt noch etwas die Kreativität vor dem Tor. Da müssen wir abgeklärter agieren. Und  es passieren aber immer wieder Eigenfehler, die dem Gegner Chancen ermöglichen. Daran werden wir hart arbeiten, und wir wollen uns stetig verbessern. Wir mussten uns bisher vor keinem Gegner verstecken, und sind auf einem guten Weg, aber es braucht Geduld.“  

Gelegenheit dazu gibt es am Samstag gegen die Argovia Stars.   Spielbeginn um 17.30 Uhr in der Eishalle Widnau.  


Pre-Season 2020/ 2021

Das Vorbereitungsprogramm für die neue Trainercrew des SC Rheintal steht fest.
Der Start in die Pre-Season der dritten 1. Liga Saison erfolgt am Freitag 07. August 2020 in der heimischen Eishalle „Aegeten“ in Widnau. Als erster Vorbereitungsgegner trifft der SC Rheintal auf den Gruppengegner EC Wil. Neben den EHC Chur aus der MSL spielen die Rheintaler gegen die Zweitligisten SC Weinfelden, EHC Kreuzlingen-Konstanz und den EHC Bassersdorf.
Start in die Meisterschaft ist am Samstag 19. September 2020.

Nachfolgend der detaillierte Spielplan:

«Trainerjahre sind wie Hundejahre»

Zum Abschied von Roger Nater als Trainer berichtet Yves Solenthaler im „Rheintaler“ vom 29.2.2020

Nach sieben Jahren steht Roger Nater am Sonntag in Grüsch letztmals als Trainer des SC Rheintal an der Bande. Ein Abschiedsgespräch.

Eishockey Nach dem 6:2-Sieg im letzten Heimspiel gegen Reinach sitzt Roger Nater in seinem Trainerbüro. Drei Stühle, ein Tisch, Garderobe, Laptop und Drucker. Zwei sitzende Erwachsene haben gerade Platz, ohne sich in die Quere zu kommen.

Vor sieben Jahren als Roger Nater von Herisau her nach Widnau gewechselt war, sah es hier genau gleich aus – inklusive der ans Trainerbüröchen angeschlossenen schlauchartigen Spielerkabine. Damals sagte er: «Mein erstes Ziel ist es, dass wir in der Kabine mehr Platz bekommen.»

Nicht wegen Infrastruktur sieben Jahre geblieben

Jetzt sagt er: «Ich habe früh erkannt, dass es besser ist, meine Energie in die Entwicklung der Mannschaft zu stecken.»

Videoanalysen sind in der Kabine des SC Rheintal unmöglich, weil nicht alle Spieler auf den Bildschirm sehen. Verletzte Spieler werden neben dem Büro des Eismeisters gepflegt und müssen dann den Weg durch die kalte Halle antreten. Eines steht fest: Die Infrastruktur ist es nicht, die den 54-jährigen Roger Nater sieben Jahre im Rheintal gehalten ist.

Nater wählt seine Worte mit Bedacht, er möchte nicht polemisch wirken: «Die Gemeinde (bzw. der Zweckverband, anm. d. Red.) sollte die Infrastruktur den Gegebenheiten anpassen.» Nater erwähnt, dass der SCR den dritthöchsten Zuschauerschnitt in der 1. Liga und 2018 im Cupspiel gegen Chur 1800 Zuschauer angezogen hat: «Eishockey bewegt die Menschen im Rheintal.»

Der Trainer der letzten sieben Jahre hat einen grossen Anteil daran, dass der SCR bei den Rheintaler Eishockeyfans beliebt ist. Er begreift sich allerdings als Teil des grossen Ganzen: «Der Verein ist hervorragend geführt, das erleichtert dem Trainer das Arbeiten.» Nater hat in Widnau mit zwei Sportchefs gearbeitet – zuerst mit Andy Plüss, später mit Fabian von Allmen: «Es gibt in der 1. Liga keine besseren Sportchefs als diese beiden.» An von Allmen, der vor einem Monat seinen erst 30. Geburtstag feierte, schätzt Nater: «Die Sachkenntnis, die Weitsicht und die Ruhe.»

Nater sagt auch deshalb: «Um den SCR mache ich mir keine Sorgen. Ich sehe ihn in den Top 8 der 1. Liga.»

Warum verlässt ein Trainer einen solchen Verein aus freien Stücken? Ein anderes Angebot ist es nicht: «Ich habe ein paar Ideen, weiss aber noch nicht, was ich in Zukunft im Eishockey mache.»

Viele junge Spieler an die 1. Liga herangeführt

Nater sagt über die Gründe seines Rücktritts: «Ich habe selbst gemerkt, dass für die Mannschaft eine neue Stimme nützlich wäre.» Es sei allerdings nicht so, dass er die Kabine verloren hat, wie es so schön heisst, wenn ein Trainer seine Spieler nicht mehr erreicht.

«Trainerjahre sind wie Hundejahre», sagt Nater, das Engagement über so lange Zeit zehre an der Energie. «Und gerade für die jungen Spieler ist ein neuer Trainer eine Chance – sie haben im Erwachsenenhockey ja bisher nur mich als Trainer gekannt. Im Profisport wäre jetzt der Zeitpunkt, um an Details zu feilen, bei Amateuren geht das aber nicht, da nützt ein neuer Impuls oft mehr.» Die Entwicklung der jungen Spieler ist ein Punkt, den Nater in seinen Erinnerungen an die Trainerzeit in Widnau prominent betont: «Das Highlight war natürlich die Aufstiegssaison 2017/18. Aber es sind nicht nur Siege, auf die ich gerne zurückblicke. Besondere Freude bereitet mir, dass junge Spieler wie Sandro Stoop, Lukas Thurnherr und Pascal Kuster zu gestandenen 1.-Liga-Spielern gereift sind.» Wenige Minuten vorher haben Kuster und Thurnherr mit je einem Tor dazu beigetragen, dass der SC Rheintal gegen die Red Lions Reinach nach 0:2-Rückstand mit 6:2 siegten – der erste Erfolg nach vier Niederlagen in der Abstiegsrunde.

Sportlich hat der Sieg keine Bedeutung, dennoch redet Nater von einem wichtigen Erfolg: «Nicht für Roger Nater, sondern für die Mannschaft.» Denn so bekamen die Spieler nach schwierigen Wochen nochmals eine Bestätigung ihres Könnens – und es dürfte auch helfen, dass die durchaus kritischen Anhänger nach dem letzten Spiel mit einem positiven Erlebnis nach Hause gehen konnten.

Aus der Herisau-Legende wurde ein Rheintaler

Wenn sie es nicht schon wussten, haben die Zuschauer am letzten Dienstag nicht erfahren, dass es Naters Dernière nach über 230 Spielen als SCR-Trainer ist. Eine offizielle Verabschiedung gab es nicht, weil der Trainer das nicht wollte: «Es geht nicht um Roger Nater.»

In seiner letzten Saison ist es Nater nicht gelungen, aus der Mannschaft das Maximum herauszuholen: «Leistungsträger hatten Formschwankungen, und ich habe auch zwei, drei Fehler gemacht.» Aber er sagt zu recht, dass der Verein «während drei Vierteln meiner Amtszeit erfolgreich war: Wir sind von einem mittelmässigen 2.-Liga- zu fast einem 1.-Liga-Mittelfeld-Team geworden.» Zum anderen Viertel gehört auch die erste Saison: «Damals mussten sich die Spieler an mich erinnern.» Damals spürte er erstmals das tiefe Vertrauen der Vereinsführung: «Sportchef von Allmen wusste immer: Er muss mich nicht entlassen. Wenn ich keine Perspektive mehr sehe, gehe ich von selbst.»

Roger Nater ist als Vereinslegende des SC Herisau ins Rheintal gekommen. In den letzten sieben Jahren hat er in Widnau viele gute Freunde gefunden. Wenn er sich nächste Saison mal als Zuschauer unters Publikum mischt, wird es für ihn sein wie eine Heimkehr.

Der SC Rheintal bedankt sich ganz herzlich bei Roger Nater und wünscht ihm alles Gute auf seinem weiteren Weg. Auf Wiedersehen !

Der SC Rheintal kann doch noch gewinnen.

Nach 0:2 Rückstand mit 5 Toren im Schlussdrittel zum klaren 6:2 Sieg.

SEPP SCHMITTER

Die Erwartungen an das letzte Heimspiel waren hoch, denn wiederum über 230 Zuschauer fanden den Weg in die Aegeten. Darunter sogar eine Handvoll Red Lions Fans, die den mit nur 16 Spielern unterbesetzten Bus füllen durften.  Die Rheintaler waren für einmal  ansprechend besetzt, Bodemann und Breitenmoser wieder mit dabei. Für die einen das letzte Heimspiel, für Liam Stoffel aber das erste Spiel in der 1. Liga, der SCR Junior sammelte bisher Erfahrungen im Team II. Die Hausherren starteten mit viel Druck, sie wollten sich noch einmal beweisen, doch bei angezeigter Strafe gelang den Gästen der glückliche Führungstreffer.   Ein Kicktor der Löwen wurde zu Recht aberkannt, die aufmerksamen Schiedsrichter hatten gut hingeschaut. Aber wieder einmal, der SCR lag trotz Chancenpluss im Rückstand.

Emotionen kommen ins Spiel, das gibt Strafen.

Die Luchse immer noch sehr ambitioniert, aber wenig effizient, und zum Teil zu kompliziert und mehr als ein Lattentreffer waren nicht zu sehen. Umso sehenswerter dann der Faustkampf zwischen Luca Binder und Cyril Meyer, sogar die Unparteiischen schauten lange tatenlos zu, um dann die beiden Streithähne unter die Dusche zu schicken. Der Torhüter der Gäste, Marc Witschi unter Dauerbeschuss, aber nach einem schnellen Gegenstoss stand es plötzlich 0:2.  Ramon Metzler konnte abwehren, doch die Scheibe flog in hohem Bogen ins Tor.  Nun waren SCR Tore gefordert und eine leise Vorahnung an vergangen knappe Niederlagen kroch durch die Halle. Adrian Ströhle nahm die Herausforderung an und konnte  eine herrliche Kombination mit Nico Paul erfolgreich aschliessen. Damit war die Aufholjagd eingeläutet.  

Furioses Schlussdrittel der Luchse.

Der SC Rheintal übernahm nun endgültig das Zepter und die Bemühungen fruchteten endlich. Sandro Bartholet kann mit einem trockenen Schuss den Ausgleich realisieren, die lange vermisste Kaltblütigkeit war wieder da. Nur dreissig Sekunden später schloss  Pascal Kuster erfolgreich ab, dieser Doppelschlag löste die Verkrampfung der Akteure und Begeisterung auf den Rängen aus. Adrian Ströhle spielte auf Nico Paul und dieser machte mit viel Geduld  und Übersicht den Sack mit dem 5. Tor zu.  Die Red Lions am Ende ihrer Kräfte, machten noch ohne Torhüter auf Resultatkosmetik, doch Lukas Thurnherr traff mit einem Präzisionsschuss übers ganze Feld mitten ins leere Tor und stellte das schöne Schlussresultat auf 6:2.

Dieses Spiel hatte nochmals alles gezeigt, was Eishockey so attraktiv und sehenswert macht. Dramatik pur und frustrierende Erfolglosigkeit in den ersten beiden Abschnitten und ein Schaulaufen mit präzisem Zusammenpiel und herrlichen Toren bis zum Schluss. Ja, wenn es einmal läuft, dann läuft es und wenn der Wurm drin ist, halt eben nicht. Dieses Spiel machte richtig Lust auf mehr, doch nun ist in der Eishalle Widnau Sommerpause bis Mitte August.

Man dar gespannt sein, mit welcher Formation die Luchse dann antreten werden. Sicher ist, dass es grössere Veränderungen geben wird und die Mannschaft ein neues Gesicht bekommt.

Der SC Rheintal bedankt sich bei allen, die den Verein und das Team in irgendeiner Form Unterstützt haben und freut sich auf die nächste Spielzeit.

Das letzte Spiel HC Prättigau-Herrschaft – SC Rheintal am kommenden Sonntag 17.30 Uhr in der Eishalle Grüsch.

Erneute Niederlage in Luzern.

Der SC Rheintal verliert nach verschlafenem Startdrittel trotz Chancenplus mit 2:4.

SEPP SCHMITTER

Nach verhaltenem Abtasten brachte  ein haarsträubender SCR Fehlpass den Luzernern die erste Chance, die gnadenlos ausgenützt wurde.  1:0 nach fünf Minuten. Auf der Gegenseite rettete der Pfosten für den geschlagenen Goalie.  Dann findet ein Sonntagsschuss von der blauen Linie den Weg ins Tor von Vincent Sauter, 2:0 für die abgestiegenen  Hausherren. Das weckte die Rheintaler und mit einer Temposteigerung kamen sie langsam aber sicher auch auf Betriebstemperatur.  Doch aus viele Möglichkeiten und zwei Mal Powerplay machten die Gäste keine Tore und so führten die Hausherren zur ersten Pause.   

Pascal Kuster war bereit für den Abpraller, aber … ! Götti: delta-moebel.ch

Auch das  Mitteldrittel brachte nichts zählbares,  das Überzahlspiel der Nater Truppe unterirdisch und die Chancenauswertung noch tiefer. Auch ohne Gelbblaue Brille sah man aber deutlichen  mehr Spielanteile und Torschüsse der Rheintaler, doch das Konto blieb vorerst leer.

Unentschieden auch im Schlussdrittel

Die Schiedsrichter hatten alle Hände voll zu tun, oder so baut man überschüssige Kraft ab… !!

Nun war ein schnelles Tor gefragt, doch eine Strafe bremste diese Bemühungen kurz.  Dann konnte Adrian Ströhle endlich einen Pass von Nico Paul in Tor würgen, der Anschlusstreffer war da und damit der Bann gebrochen. Zwei Minuten später der längst fällige Ausgleich, Nico Paul konnte den Torhüter mit einer klugen Finte überlisten. Alles war wieder offen, doch nur von kurzer Dauer.  Eine weitere Strafe brachte die Luchse auf die Verliererstrasse zurück. Luzern ging nach mustergültigem Powerplay erneut in Führung.  Und dann standen sich die Rheintaler selber im Weg um dieses Spiel noch zu drehen.  Kurz vor Schluss  stolperte ein Luzerner noch über die Beine von Goalie Sauter,  was die Luchse erneut in Unterzahl brachte. Ohne Torhüter wurde alles oder nichts  gespielt, es wurde nichts,  denn die Luzerner trafen ins leere Tor und so war eine  erneute Niederlage besiegelt.  Von Aufgeben und Fasnacht war in Luzern definitiv nichts zu spüren. Damit haben sich die Rheintaler selber geschlagen, am Anfang noch nicht bei der Sache,  und am Ende fehlte die Kaltblütigkeit, wenigstens einen Teil der vielen Möglichkeiten zu verwerten.

Nico Paul als „Best Player ausgezeichent. Götti: Kornhausbräu Rorschach.
Bei Luzern war es der Torhüter Yannik Peter !!


Am Dienstag die nächst Gelegenheit, es besser zu machen.  Beim letzten Heimspiel der Saison  SC Rheintal gegen die Red Lions  aus Reinach werden alle Zuschauer als kleines Dankeschön zu einem Gratisgetränk eingeladen. Wetten, dass es mehr als die 75 in Luzern werden.

Spielbeginn Dienstag 25. Februar 20.00 Uhr. SC Rheintal Red Lions Reinach.

Das Märchen dauerte 50 Minuten.

Der SC Rheintal verliert gegen den oberklassigen EHC Seewen nur knapp mit 1:2.

SEPP SCHMITTER

Claudia Graf, Sonnenbräu, eröffnet das Cupspiel.

Cupspiele haben ihre eigene Dynamik und besondere Motivation. Das haben die Resultate des Samstags sicher gezeigt. Darum ist der Start immer besonders wichtig für den unterklassigen. Möglichst lange ohne Gegentorbleiben, gut ins Spiel kommen und wenn möglich selber in Führung gehen. Und genau so haben es die Rheintaler gemacht. Die erste Angriffswelle erfolgreich abgewehrt und dann der Gegenstoss. Adrian Ströhle lancierte Mica Moosmann und der konnte  schon in der 3. Minute den Führungstreffer erzielen. 

Mica Moosmann trifft zum 1:0 Götti 5vor12 Reisen Feldkirch.

Der SC Rheintal spielte nun druckvoll weiter, von Klassenunterschied war gar nichts zu sehen. Im Gegenteil, die besseren Chancen waren beim Heimteam und sie hätten gut und gerne noch nachlegen können, doch da hatte besonders der Gästetorhüter etwas dagegen. Zu viele Spieler auf dem Eis war der Grund der ersten Strafe gegen die Luchse. Auch ein Zeichen von übermotiviert, aber sie konnte unbeschadet überstanden werden. Und weil das eigene Überzahlspiel nichts brachte,  ging es mit der zu knappen Führung in die Kabinen. Claudio Engler, ein wichtige Turm in der SC Rheintal Abwehr konnte wegen einer schmerzhaften Verletzung nicht mehr weiterspielen, was die Sache auch nicht einfacher machte. 

Claudo Engler, Gute Besserung!! Götti: ewohnen.ch Eggenberger Widanu.
Am Freitag noch mit der Nationalmannschaft in Olten, am Samstag schon wieder im Staff des SC Rheintal: Doktor Johannes Keel Götti: Berit Klinik Speicher,
Dominic Pfeiffer 86, Götti: 5vor12reisen Feldkirch

Nur Strafen, aber keine Tore.

Das Märchen lebte weiter, denn der SC Rheintal konnte seine Führung auch im zweiten Drittel behaupten.  Die fünf Strafen brachten etwas mehr Gefahr, aber  vor allem Gesprächsstoff, denn die Entscheide der Unparteiischen waren nicht über alle Zweifel erhaben.  Doch das gezeigte auf dem Eisfeld entschädigte die gut 500 Zuschauer vollauf, ein attraktives, intensives Spiele mit  zwei Teams auf Augenhöhe. Chancen gab es hüben und drüben, doch auch der wiedergenesene Vincent Sauter war seiner Mannschaft ein sicherer Rückhalt. 

Zwei Bollwerke in der Abwehr: Vincent Sauter : Götti Basso Optik Au, Nico Paul,
Götti: Kornhausbräu Rohrschach,

Das Märchen nimmt ein jähes Ende.

Noch zwanzig Minuten die Führung bewahren, das grosse Ziel des kleinen SC Rheintal. Doch den  knappen Vorsprung  veralten reichte nicht, und so machte der SCR alles, um zu weiteren Toren zu kommen. Die Möglichkeiten dazu waren durchaus vorhanden, doch zählbares schaute nicht heraus.   Das Spiel hochspannend und begeisternd, die Stimmung gut,  wie auch die Unterstützung des Publikums.  Eine weitere kleinliche Strafe gegen die Rheintaler, der Schiedsrichter offenbar kein  Märchenfreund, leitete die Wende ein. Mit Ach und Krach schossen die Innerschweizer im Powerplay den schmeichelhaften Ausgleich.  Das brachte den Siegeswillen  den Nater Boys kurzfristig ins Wanken und so konnten die Gäste zwei Minuten später in Führung gehen. Das weckte die Luchse nochmals und sie versuchten nun alles, um wenigstens in die Verlängerung zu kommen. Doch ein sackstarker Rüegger im Seewener Kasten  verhindert alle Torgelüste. Auch ohne Torhüter und im Powerplay gelang   den Luchsen nichts mehr, die Sekunden verrannen  und damit war  das Märchen ausgeträumt. Die Rheintaler haben alles gegeben, um gegen den oberklassigen die Überraschung zu schaffen und  waren sehr nahe daran. Sie konnten mit erhobenem Haupt vom Eisfeld gehen, eine weiter spannende Cupgeschichte im Palmarès des SC Rheintal, leider ohne Happy end. 

Assistent Adrian Heule, alles Gute zum Geburtstag, 9. Februar. Götti: Heuele Wärme und Feuer, Widnau

Weiter geht es schon am Dienstag mit dem Spiel SC Rheintal gegen den HC Luzern.  Spielbeginn 20.00 Uhr in der Aegeten.

SC Rheintal gewinnt einen Punkt in Aarau.

Die Luchse führten 3:1, mussten sich aber den höher eingestuften Sternen in der Verlängerung geschlagen geben.  

SEPP SCHMITTER

Mit dem letzten Aufgebot, nur einem Torhüter und 15 Feldspieler ging die Reise ins „Rüebliland“, um seine Haut möglichst teuer zu verkaufen. Schon nach wenigen Sekunden der erste „Nackenhaarsträubende“ Moment, ein gedachter Pass vom Verteidiger punktgenau auf die Schaufel des Gegners. Der Schuss schrammte nur  um Millimeter am Tor von Ramon Metzler vorbei. Das Spiel pendelt sich ein, die Aargauer bauen eher ab und lassen die Gäste aufkommen, doch die können aus den zwei Strafen keinen Profit ziehen. Dreissig Sekunden vor der ersten Sirene dann die verdiente Führung durch den jungen Pascal Kuster, er hatte die Vorarbeit von Nico Paul abgeschlossen.

Pascal Kuster sah seinen Schuss im Tor, Götti: delta-moebel.ch Haag

Der SC Rheintal machten  gleichen so weiter, und versuchen, dem  Gegner sein   Spiel aufzuzwingen. Die Sterne waren aber immer wieder gefährlich mit ihren schnellen Konter, doch der Goalie oder das Torgehäuse verhindern vorerst Treffer. Das zweite Tor durch Adrian Ströhle zur Spielmitte entsprach dem Gesehenen,  auch wenn im  Match Protokoll eine andere Torfolge angegeben wurde.  Das Tor wurde in Überzahl erzielt, endlich konnte eine Strafe ausgenützt werden. Zum Glück blieben aber die Hausherren in ihrem Powerplay glücklos und so konnte der SC Rheintal den Vorsprung in die zweite Pause retten.  Doch nur zwei Tore Vorsprung waren zu wenig, gemessen an den Möglichkeiten, und ein solcher Vorsprung gibt noch keine Sicherheit.  

Diese Scheibe geht an dem Pfosten : Johannes Lins Gött, UBS Rheintal, Alexander Paul, helvetia.ch/rheintal.
 Keine Entscheidung , darum Verlängerung.

Die Aargauer mussten nun mehr Druck machen, um ihrem Ruf gerecht zu werden und so konnten sie in der 45 Minute ihr erstes Tor durch Gisin verbuchen.   Vier Minuten später konnte Mica Moosmann den zwei Tore  Vorsprung wieder herstellen, eine weitere Strafe wurde ausgenützt. Doch Argovia gab nie auf und suchten vehement den Anschluss, und  die Luchse halfen auch noch mit. Sie ermöglichten mit ihrer kurzfristigen Passivität den Sololauf von Gisin, der zum erneuten Anschlusstreffer führte. Dadurch verfielen sie aber gleich in Schockstarre und so konnte Pascal Witter fast ungehindert die Ecke aussuchen und den Ausgleich feiern.  Noch waren sechs Minuten zu spielen. Und die Rheintaler forderten das Glück weiter heraus. Nach einer kleinlichen Strafe gegen  Luca Binder wurde Nico Paul auch noch wegen Schiedsrichterbelehrung in die Kühlbox geschickt. Zwei Minuten doppelte Unterzahl, doch die Hockeygötter liessen Gnade vor Recht ergehen und so überstanden die Gäste die heikle Phase und auch das Schlussdrittel ohne weitere Gegentreffer.  Es kam zur Verlängerung, die  mit je drei Spielern bestritten wurde.  

Immer am Drücker. Mica Moosmann : Götti 5vor12 reisen Feldkirch.

Nach den ersten Einschussmöglichkeiten der Rheintaler blockierte Ramon Metzer gleich vier Schüsse der Hausherren.  Dann machte der Unparteiische diesem Spiel ein Ende, eine Strafe gegen Rheintal brachte die Sterne zum Leuchten und Gisin erzielte seinen dritten Treffer in diesem Spiel. Immerhin einen Punkt für den SC Rheintal der damit den Vorsprung auf Luzern auf 19 Punkte anwachsen liess. Damit beginnt der SC Rheintal die Abstiegsrunde im „grünen Bereich“ und ist  auch Mathematisch gesichert.

Zuvor kommt aber noch das Cupspiel am nächsten Samstag gegen den EHC Seewen.