Der SC Reintal ist für die nächste Saison bereit.

SC Rheintal Mitglieder stimmen an der HV im Sinne des Vorstandes.

Die jährliche Hauptversammlung  gibt Gelegenheit für Rückblicke, Standortbestimmung und den Blick in die Zukunft und das mit einem Imbiss und in gemütlicher Runde. Doch Corona  verändert vieles.  Der Vorstand des SC Rheintal hatte sich schon frühzeitig entschlossen, die HV aufgrund der schwierigen  Bedingungen  schriftlich durchzuführen. Die Unterlagen wurden den Mitgliedern zugestellt und gleichzeitig auf der Webseite alle Zahlen und Fakten zur vergangenen Saison und das Budget öffentlich gemacht. Das ist für den SCR nichts aussergewöhnliches, denn im Gegensatz zu anderen Vereinen, die  ein grosses Geheimnis um ihre Zahlen machen, wurde das in den letzten Jahren schon  so gemacht.  Die Stimmabgabe war bis Ende Juni nötig und jetzt  sind die Resultate auch auf der Webseite aufgeschaltet. Die obligatorischen Traktanden wurden  von den Mitgliedern praktisch einstimmig gutgeheissen. Der Vorstand wurde für weitere zwei Jahre wiedergewählt, und der neue Nachwuchschef Martin Harzl neu in den Vorstand berufen. Die Verdankung der vorzüglichen Arbeit des abgetretenen  Raphael Coray wird  zu einem späteren Zeitpunkt gemacht.

Sportlich durchzogene Saison.

Die sportlichen Ziele, Playoff der ersten Mannschaft,  wurden nicht ganz erreicht. Darum ist  die Zusatzprämie des Club 86 nicht geflossen, aber auch die Playoff Prämie an die Spieler  musste nicht ausbezahlt werden. Die Mannschaft konnte oft überzeugen, musste dann aber wiederum ärgerliche Niederlagen in letzter Minute hinnehmen,  weil die Konstanz fehlte und einige Leistungsträger ihr Potenzial nicht ausschöpfen konnten.   Nach sieben erfolgreichen Jahren als Trainer wurde die Zusammenabreit mit Roger Nater beendet und die Zukunft mit dem Trainerduo Sascha Moser und Ondrej Burzala geplant.  

Auch der Nachwuchs zeigte sich von seiner besten Seite und vielen Jugendlichen konnte eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung angeboten werden. Und wiederum sind eigene Nachwuchsspieler auf dem Sprung in die erste oder zweite Mannschaft.

Mit einer schlichten Feier wurden im Oktober den Erbauern der Eishalle gedankt, denn nur dank ihrem unermüdlichen Einsatz konnte vor 40 Jahren die Halle in Widnau realisiert werden und ist seither  die Heimstätte des SC Rheintal. Das Jubiläum war auch ein Versuch, den Zweckverband aus dem Dornröschenschlaf zu wecken,  doch leider konnte die Prinzessin nicht wachgeküsst werden, und so wartet man weiter auf längst fällige Erneuerungen und Verbesserung der Infrastruktur. 

Gesunde Finanzen, unsichere Zukunft

Die Jahresrechnung wurde mit einem kleinen Überschuss  abgeschlossen und von den Mitgliedern gutgeheissen. Der Verein ist gesund  und hat noch einige Reserven.  Das Budget wurde aufgrund der schwieriger werdenden Wirtschaftslage etwas nach unten angepasst, doch  der Vorstand ist zuversichtlich, dass der Kassier  mit einem kleinen budgetierten Defizit  über die nächste Saison kommt. Dafür sind aber grosse Anstrengungen und Überzeugungsarbeit im Sponsoring nötig, und den Verantwortlichen, vor allem Andy Plüss,  gebührt die grösste Dankbarkeit. In der Annahme, dass die Saison ohne grössere Einschränkungen vor Publikum gespielt werden kann, wird der Ligaerhalt oberste Priorität haben. Mit vielen eigenen und  jungen Spielern soll attraktives und schnelles Eishockey geboten werden.  Das junge Team mit dem neuen Trainer Sascha Moser ist dazu bereit und bezahlt sogar einen Teil dem Trainingslager aus der eigenen Tasche und zeigt damit Solidarität mit dem Verein.

Aktive Mitarbeit der Mitglieder

Bei zwei Anträgen aus den Reihen der Mitglieder wurden im Sinne des Vorstandes  entschieden.  Einerseits sollte die Arbeit des Nachwuchschefs auf zwei verantwortliche Personen aufgeteilt werden, andererseits müsse die Zusammenarbeit mit den EC Dornbirn von einer Kommission überdacht werden. 

Der neue Nachwuchschef Martin Harzl hat sein  Amt bereits angetreten und freut sich, die immense Aufgabe in Zusammenarbeit  mit Trainer, Eltern und Nachwuchsstaff auszuführen und ist für aktive Mitarbeit und Kooperation aller Beteiligten dankbar.   Auch wenn die Verbindlichkeit durch die ablehnende Abstimmung fehlt, ist der Vorstand gerne bereit, über aktive Mitarbeit in diesem und auch anderen  Bereichen des Vereins zu reden und nimmt gerne Personalvorschläge entgegen. 

Zur Partnerschaft mit Dornbirn schreibt die Vereinsleitung: 

Ein SC Rheintal ohne Partner ist aus Sicht des Vorstandes unmöglich, besonders auch auf Grund fehlender Eiszeiten in Widnau. Wir haben für den Nachwuchs in Widnau nur 9 Eiszeiten pro Woche zur Verfügung. Wie soll hier eine Nachwuchsabteilung, bestehend aus 5-7 Mannschaften geführt werden? Ein Ding der Unmöglichkeit. Wie die Entwicklung im Schweizer Eishockey zeigt, erhöht sich der Aufwand zur Konkurrenzfähigkeit extrem. Daher sind viele Eiszeiten Voraussetzung. Wir alle wollen konkurrenzfähig bleiben. Dies heisst nicht, überall in den höchsten Stufen zu spielen, aber wir wollen und müssen unsern Kids so viel wie möglich anbieten können. Das heisst Breitensport bis Ausbildung/Vorbereitung zum Spitzensport. Diese Voraussetzungen zu erfüllen, ist nur mit einer Partnerschaft möglich und wird dementsprechend auch in ALLEN Vereinen der Hockey-Ostschweiz praktiziert. Aber auch in der gesamten Schweiz sind uns kaum mehr Vereine ohne Partnerschaften bekannt.  Die Partnerschaft mit den Bulldogs aus Dornbirn besteht seit 14 Jahren.  Wir dürfen mit einigem Stolz erwähnen, dass wir von vielen Vereinen um eine solche Spielgemeinschaft beneidet werden. Grundsätzlich ist es so, dass die Verantwortlichen diese Partnerschaft vor jeder Saison genau unter die Lupe nehmen. Dazu gehören Verbesserungspotentiale der bestehenden Partnerschaft, aber auch Optionen mit weiteren Partnerschaften. Auf die neue Saison können beispielsweise Spieler der Rheintal Bulldogs auf Stufe U17 bei den Eisbären St. Gallen und auf Stufe U20, wie schon seit einigen Jahren, beim Verbund Herisau/Wil spielen. Somit ist es uns möglichauf diesen Stufen allen Kids viele Spielgelegenheiten zu ermöglichen. Bei diesen Partnerschaften geht es jedoch um die effektive Spielgelegenheit und nicht um Trainings als solches. Aufgrund der diversen Distanzen, kommen für uns nur enge Partnerschaften mit Dornbirn oder Lustenau in Frage. Aus oben erwähnten Gründen, sieht der Vorstand des SC Rheintal keinen Grund die Partnerschaft mit Dornbirn nicht weiterzuführen und empfiehlt diesen Antrag abzulehnen.

Dieser Antrag wurde dann auch mit 2/3 Mehrheit  abgelehnt und damit der Vereinsleitung das Vertrauen ausgesprochen.  Damit konnte die Statutengerechte Abwickelung der Vereinsgeschäfte Termingerecht auf Ende Juni abgeschlossen werden.  

Herzlichen Dank !

Der Vorstand bedankt sich auch bei allen treuen Sponsoren, dem Club 86, der Supportervereinigung, dem Zweckverband mit  den Gemeinden, Funktionären, Trainer und Spieler und allen, die zum reibungslosen Betrieb des Vereins beitragen.

Für die Dutzenden ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wurde am letzten Mittwoch ein feines Nachtessen  organisiert. Dies als symbolisches Dankeschön für die immense Arbeit, die auf allen Stufen und in allen Bereichen das ganze Jahr geleistet wird. Diese Aufgaben sind  eigentlich unbezahlbar und dürfen  dennoch nicht als selbstverständlich angesehen  werden. Nur wenn alle mithelfen und am gleichen Strick ziehen ist eine erfolgreiche Saison möglich.  

Trotzdem der anstehenden  Arbeit  freuen sich alle auf die kommende Eissaison. Diese beginnt am 7. August mit dem Eistraining in  Widnau und am 15. August mit dem 1. Vorbereitungsspiel des Team 1 gegen den EC Wil.