Wieder im letzten Drittel untergegangen.

Der SC Rheintal verliert nach Führung in Wil mit 3:5.  

SEPP SCHMITTER

Nachdem der EC Wil sich am Samstag in Reinach blamiert hatte, war Wiedergutmachung angesagt und darum musste der SC Rheintal daran glauben. Die Wiler Mannschaft war aufgestockt und auf drei Positionen verändert. Nach nervösem Abtasten erarbeiteten sich die Gäste gleich mehrere gute Möglichkeiten, doch ohne Erfolg. Die Wiler standen immer wieder hoch an der blauen Linie und versuchten den Durchbruch mit langen Pässen. Metzler parierte mehrmals bravurös, einmal rettete der Pfosten. Sandro Stoop stürmte mit einem Energieanfall in die Zone und weil zum Glück keine Anspielstation da war, schoss er aufs Tor und realisierte so den Führungstreffer. Johannes Lins baute überschüssige Energie ab und kassierte für sein Revanchefoul  5 Min plus duschen oder Spieldauerstrafe.  Und das unnötigerweise 5 Sekunden vor der Pause.

Sandro Stoop markierte den ersten Treffer . Götti :Alpha Rheintal Bank.

So mussten die Luchse das zweite Drittel in Unterzahl beginnen, doch es kam noch schlechter. Für eine Kleinigkeit gab es  nochmals 2 Minuten und damit doppelte Unterzahl. Dies wurde aber gekonnt überstanden und nur 13 Sekunden vor Ablauf der grossen Strafe fiel doch noch der schmeichelhafte Ausgleich.  Fünf Minuten später konnten die Wiler Bären mit einem langen Pass die SC Rheintal Abwehr aushebeln und in Führung gehen.   Yves Breitenmoser egalisierte umgehend zum erneuten Gleichstand. Dank einem Missverständnis der Wiler Defensivabteilung  fand die Scheibe den Weg ins Tor fast ganz alleine. Das Spiel wogte nun hin und her und beide Teams haderten mit verpassten Möglichkeiten. Doch Begeisterungsstürme konnte das bei den nur 120 Zuschauern nicht auslösen, auch wenn  ein Viertel davon aus dem Rheintal angereist war.

Die alte Leier, Tiefschlag  im Schlussdrittel

Eigentlich hätten die Gäste klar führen können und müssen, doch die Fantasielosigkeit in der Angriffszone rächte sich bitter. Die Rheintaler wirkten nach der Pause irgendwie unkonzentriert und es dauerte nicht einmal zwei Minuten bis zum Rückstand.  Doch diesmal gelang der Ausgleich nicht mehr, die Wiler erhöhten gar auf  Tore Vorsprung, was die Sache noch schwieriger machte. Nach einer gröberen Keilerei mussten Spillmann und Breitenmoser ihre erhitzten Gemüter für je 4 Minuten abkühlen lassen. Weil schon einer draussen war, gab es den zweiten Powerplaytreffer des Abends  für die Fürstenländer.  Der SC Rheintal hatte nicht eine einzige Gelegenheit, sich im Überzahlspiel zu versuchen, weil die Pfeifen trotz allem stumm blieben. Der schöne Treffer von Dominic Pfeiffer war nur Resultatkosmetik.

Nach drei knappen Niederlagen hadern die Rheintaler mit ihrem Schicksal, doch am Ende können nur sie selber aus diese Negativserie herausfinden. Gelegenheit dazu gibt am Sonntag um 18.oo Uhr gegen das Schlusslicht HC Luzern.

Torschützen SC Rheintal : Sandro Stoop, Götti Alpha Rheintal Bank, Yves Breitenmoser, Götti Harzl ICT GmbH. Dominic Pfeiffer Götti: 5vor12 Reisen Feldkirch.