EHC Uzwil – SC Rheintal 5:6

SC Rheintal kann doch gewinnen. 12 Rheintaler gewinnen gegen 13 Toggenburger in einem absolut verrückten Spiel mit 6:5 nach Penaltyschiessen.  

SEPP SCHMITTER

Bodemann verletzt und Kuster krank, damit noch gut zwei Blöcke, die die Kohlen aus dem Feuer holen sollten. Und wie sie das gemacht haben,  war dann wirklich bewundernswert.  Das Spiel begann sofort mit einem hohen Tempo, beide Teams wollten es noch einmal wissen. Die erste Strafe gegen Uzwil brachte Damian Holenstein in Abschlussposition und das Führungstor war Tatsache. Dem  schnellen Ausgleich durch Aron Lipp folgte eine Traumkombination und Pascal Knöpfel konnte die erneute Führung realisieren. Doch es kann noch besser, in Unterzahl gab es ein Pully vor dem Uzwiler Tor und Sandro Bartholet schoss blitzschnell zum 1:3   Pausenresultat. Die Rheintaler nun  völlig entfesselt, eines der besten Spiele der Saison.

Ein Drittel dauert genau 20 Minuten.

Die Hausherren wollten  natürlich so schnell wie möglich die Kontrolle im Spiel und trafen auch zum Anschluss, der Ex Rheintaler Sascha Broder war der Täter. Sandro Bartholet schoss sogar noch ein zweites Tor,  doch dann konnte der Uzwiler Manuel Grigioni mit zwei Toren den Ausgleich schaffen, die Defensive der Rheintaler kurzfristig nur mittelklassig. In der letzten Minute wiederum eine Strafe gegen Uzwil und der SC Rheintal mit effizienten Powerplay. Als viele gedanklich schon in der Kabine waren,  donnerte Haris Sabanovic den schwarzen Kobold,  sozusagen auf den letzten Drücker,  mit der Pausensirene in die  hohe Ecke zur erneuten Führung.

Sandro Bartolet immer an Drücker, zwei Tore und best Player.

Wieder Ausgleich, es gab Verlängerung und Penaltyschiessen

Uzwil wechselte seinen Torhüter, der SC Rheintal hatte dafür keinen Grund, denn Fabian Lütscher lief zu später Höchstform auf. Er kratzte die unmöglichsten Dinge,  und trug damit massgeblich zum Resultat bei, als ob er um einen neuen Vertrag spielen würde. Die Uzwiler zeigten Nerven und auch eine gewisse  Abschlussschwäche, was zu Überreaktionen und Strafen führte.  Sie nahmen sich damit weigehend selber aus dem Spiel und hatten weniger Ausgleichsmöglichkeiten. Bis ein blitzartiger Konter nur regelwidrig gestoppt werden konnte. Robin Reimann konnte seinen Strafstoss zum Ausgleich verwerten, Fabian Lütscher hatte einmal keine Abwehrchance.   So kam es zur Verlängerung und trotz zeitweiser Überzahl für den SC Rheintal  gab es keine Entscheidung.  Das Penaltyschiessen war dann reine Nervensache. SCR führte dank Fabian Lütscher mit 2:0, Uzwil glich aus,  die Luchse legten wieder vor.  Luca Binders Abschluss, kalt wie eine Hundeschnauze, machte  alles klar, der Zusatzunkt ging ins Rheintal.

Damit hat der SC Rheintal alle vier Spiele gegen Uzwil gewinne können, 2:1 und 5:1 Zuhause und zweimal mit Überstunden in Uzwil. Schade nur, dass solche engen Spiele nicht zuhause im Rheintal ausgetragen werden, denn dieses Spiel hätte mehr als die 150 Zuschauer verdient. Die 10 Prozent Rheintaler haben ihre Anfahrt sicher nicht bereut, denn so macht Eishockey Spass. “ En geile Matsch“.

Grosse Freude im kleinen Kreis….!!

Am Samstag geht es nun noch einmal nach  Reinach zu den roten Löwen, und da ist noch eine Rechnung offen. Denn gegen das Langzeit-Schlusslicht Reinach nur fünf Punkte, daran wagt noch niemand  zu denken.