Arosa zu stark

Der SC Rheintal verliert auch das vierte Spiel mit 9:3 Toren.

SEPP SCHMITTER

Der Beginn der Partie war noch recht ansprechen, die Rheintaler liefen für einmal nicht ins offene Messer und  konnten das Spiel,  auch dank Überzahlspiel,  offen gestalten. In der  achten Minute entwischte dann der pfeilschnelle Jeyabalan  und servierte Amstutz den Shortander auf dem Tablett. Dann kassierte der SC Rheintal zwei Strafen gleichzeitig, dank  der dümmsten Regel im Eishockey, wegen unkorrektem Anspiel. Dabei kann der eigentlich unparteiische durch geschicktes Verzögern beim Einwurf eine frühzeitige Bewegung eines Spielers  und damit eine Strafe provozieren. Und weil sich die Teamleitung dadurch auch noch provozieren liess,  gab es noch eine Bankstrafe obendrauf. Daraus resultierten  zwei wunderbar herausgespielte Tore für die Steinböcke. Das vierte Tor gab Ramon Metzler den Rest, er liess   sich auswechseln und Fabian Lütscher durfte den undankbaren Posten zwischen den Pfosten übernehmen. Das 0:5 Pausenresultat, entsprach alles andere als dem gezeigten,  die vielen unnötigen Strafen hatten ein anfänglich gutes Spiel in schwierige Bahnen gelenkt.

Alles würde passen, doch die Scheibe findet den Weg ins Tor nicht….!!

Beruhigung im Mitteldrittel.

Nach einem schnellen Tor zum 0:6   mutierte die Partie irgendwie zum  Trainingsspiel. Die Bündner, gedanklich wohl schon beim ihrem Cupspiel gegen den EHC Dübendorf am Dienstag,  dosierten ihre Kräfte und die Rheintaler liessen auch die jungen Spieler Erfahrungen sammeln.   Leon Romagna, Pascal Kuster und Sandro Stoop stürmten in einer Linie und kamen sogar zu einer guten Torchance, hatten aber,  wie ihre erfahrenen Mitspieler,  im entscheidenden Moment Ladehemmung. Ein weiteres von insgesamt fünf Powerplaytoren sorgte für das Pausenresultat von 0:7.

Pascal Kuster macht einen Assistpunkt .

Lichtblicke im Schlussdrittel.

Manch einer fragte sich, wie ein Trainer seine Mannschaft bei diesem Spielstand zu Höchstleistungen im Schlussdrittel motivieren kann, doch offensichtlich ist das nicht schlecht gelungen. Die Einheimischen wollten ihrem treuen Publikum auch noch etwas  zeigen und so markierte Damian  Holenstein das erste SCR Tor kurz nach Wiederanspiel. Yanik Bruderer, der überragende Aroser  mit fünf Scorerpunkte,  legte  nach zum 1:8. Nochmals Damian Holenstein und Luca Binder sorgten noch für Resultatkosmetik zum 3:8 und Pascal Kuster rettete die Ehre der Jungen mit einen Assistpunkt.  Das liess  den Coach der Bündner und zum Time-out greifen, um seine Jungs nochmals anzutreiben.  Es reiche aber nur noch zum neunten Treffer, das Stängeli konnte  erfolgreich verhindert werden, und das Schlussdrittel ging als schwacher Trost resultatmässig mit 3:2 an die Hausherren. Damit wurde eine weitere Niederlage Tatsache und nun gibt es nur noch eine Möglichkeit für einen Sieg gegen einen „grossen“,  am kommenden Samstag um 17.30 Uhr gegen die GDT Bellinzona.

Streicheleinheiten…!

Am 12. Februar beginnt die Abstiegsrunde der letzen vier. Noch sind nicht alle Gegner bekannt, doch dürften die Heimspiel am 16. 19. und 23. Februar in Widnau stattfinden.

Das Team II hat den Spitzenkampf in der Verlängerung mit 5:6 verloren und damit den ersten Punkt abgegeben. In der Tabelle einen Punkt hinter Flims,  aber immer noch mit zwei Spielen weniger.

SC Rheintal 2 vs EHC Fims 5: 6 ( 1:3, 1:1, 3:1, 0:1)

Wie hart auch in der 4. Liga geschossen wird, zeigt diese Scheibe, die am Pfosten explodiert ist.