SC Rheintal entführt einen Punkt.

Herisau gewinnt das K(r)ampfspiel in der Verlängerung mit 2:1.

SEPP SCHMITTER

Ein nervöser Start, ein Abasten auf beiden Seiten, das alte Duell der Nachbarn bringt immer wieder eine gewisse Brisanz. Die Gäste kamen aber besser ins Spiel und hatten  auch die ersten dicken Chancen, doch den Stürmern fehlte die Präzision im Abschluss. Auch der Zeitnehmer stoppte einen vielversprechenden Angriff und wollte schon nach 10 Minuten Pause machen. Der SC Rheintal hatte trotz drei Strafen  etwas  mehr Spielanteile im Startdrittel, da aber beide Teams ihre Visiere schlecht eingestellt hatten, endete es nach 20 Minuten torlos.

Endlich Tore im Mitteldrittel

Es begann  wieder mit Strafen, zuerst ein Zweier gegen den SC Rheintal, ohne Folgen, und dann 2 Minuten gegen Herisau. Die Luchse versuchten Powerplay, doch die Bären ergatterten die Scheibe und Marco Koller traf zum Shorthander und der Führung für die Appenzeller.  Doch das Überzahlspiel lief  ja noch weiter und es war für einmal nicht die Paradelinie der Rheintaler, die traf.  Es war Dominic Pfeiffer der nur vierzig Sekunden später ausgleichen konnte und es war sein allererster Scorerpunkt in dieser Meisterschaft überhaupt. Damit war  das Resultat wieder ausgeglichen. Herisau machte nun mehr Druck und kam zu guten Chancen, bis plötzlich der SC Rheintal in doppelter Überzahl agieren konnte.  Sie liessen die Scheibe kreisen, verpassten aber den krönenden Abschluss, auch weil der starke Torhüter Marc Klingler keine Schwächen zeigte. Und weil auch Ramon Metzler in Rheintaler Kasten mit einigen guten Paraden glänzen konnte, blieb es beim Unentschieden und die Spannung fürs Schlussdrittel erhalten.  

Keine Entscheidung gleich Verlängerung.

Das Spiel nun auf Messers Schneide , ein offener Schlagabtausch und reine Nervensache. Herisau machte mächtig Druck, doch die Rheintaler wehrten sich nach Kräften. Sie spielten für einmal volle Konzentration und das volle 60 Minuten lang und sollten dafür belohnt werden.  Und auch die Unparteiischen leisteten Ihren Beitrag, denn  trotz hartumkämpftem Spiel gab es keine einzige Strafe mehr, die das Spiel entscheidend beeinflusst hätte. Die Zeit verrann ganz langsam und eine Verlängerung wurde immer wahrscheinlicher. Erinnerungen an das Playoffspiel drei vor zwei Jahren wurden wach, als die Herisauer in der letzten Minute das erste und entschädigende Tor erzielten. Doch diesmal gab es keinen Lucky Punch, es blieb beim  gerechten Resultat von 1:1 und damit Überzeit.  Die Verlängerung mit nur je drei Feldspielern war  wie immer sehr attraktiv. Zuerst hatten die SC Rheintal Stürmer drei aufgelegte Chancen, doch es wurden alle versiebt. Die Bären mit viel Geduld fuhren immer wieder zurück und nahmen neuen Anlauf bis sie die entscheidende Lücke fanden.  55 Sekunden vor dem drohenden Penaltyschiessen traf Marco Koller zum zweiten Mal und sicherte seinen Farben den nicht unverdienten Zusatzpunkt.

Es war ein  richtiges Derbyspiel, es lebte aber nicht vom technischen Können der Akteure,  es gab viel  zu viele Fehlpässe und verschenkten Scheiben auf beiden Seien,  aber die Spannung war fast unerträglich hoch.    

Der SC Rheintal Trainer Roger Nater durfte trotz allem mit der Leistung seiner Mannschaft und dem einen Punkt  zufrieden sein und konnte seinen Heimweg für einmal zu Fuss antreten, sein Domizil liegt nur wenige Meter von Sportzentrum Herisau entfernt.

Weiter geht es am nächsten Samstag 2. Februar 17.30 Uhr

SC Rheintal – EHC Arosa.