Nahe dran, aber doch nicht ganz!

Der sonst vor allem defensiv anfällige SC Rheintal verliert gegen Frauenfeld mit 1:2, weil er in der Offensive schwächelt.

Defensiv zeigten sich die Rheintaler gegenüber der Niederlage in Bellinzona verbessert. Offensiv setzte der erste Block mit Damian Holenstein, Renato Engler und Adrian Ströhle die Akzente. Sie liessen aber nicht des Netz erzittern, ebenso wenig wie Mica Moosmann bei einem Konter kurz vor Drittelende.

Die Gäste hatten nicht mehr Chancen, waren aber effizienter: Ihr Treffer nach sieben Minuten blieb fast zwei Drittel lang das einzig zählbare Resultat des Spiels.

Auch im Mitteldrittel waren es nicht die Rheintaler, die das einzige Tor erzielten. Die Gastgeber gerieten wegen einiger Strafen unter Druck – aber Einfluss auf den Spielausgang hatten sie nicht. Das einzige Tor des Mitteldrittels schoss hingegen wieder Frauenfeld: Kurz vor der Sirene traf Pascal Gemperli direkt vom Bully zum 2:0 für die Gäste.

Chancen im letzten Drittel – aber nur ein zu spätes Tor

Zwei Tore können im Eishockey ganz schnell aufgeholt werden. Und die Rheintaler taten alles dafür. Nun hatten sie gegen einen spielerisch überlegenen Gegner ein klares Chancenplus, aber vor allem Engler und Moosmann vergaben einige Möglichkeiten.

Der SC Rheintal, mit 107 Gegentreffern in 21 Spielen die Schiessbude der Liga, tat sich wie schon beim letzten Heimspiel gegen Argovia in der Offensive schwer.

Den einzigen Treffer erzielte Sandro Bartholet auf Pass von Holenstein erst 35 Sekunden vor Schluss. Somit verlor der SC gegen Frauenfeld um ein Tor weniger hoch als vor drei Tagen Leader Wetzikon. Aber das ist nur ein schwacher Trost. (smr, ys)

1. Liga, Gruppe Ost

Rheintal – Frauenfeld 1:2 (0:1, 0:1, 1:0)

SZ Aegeten – 300 Zuschauer – SR: Leutenegger (Blatti/Buff).

Tore: 7. Schläppi (Rieser) 0:1; 40. Gemperli 0:2; 60. Bartholet (Holenstein) 1:2.

Strafen: SCR 4 x 2, Frauenfeld 3 x 2 Minuten.

Rheintal: Metzler; C. Engler, Sabanovic, Binder, Curschellas, Manser, Berweger; Holenstein, Bartholet, Knöpfel, Grabher-Meyer, R. Engler, Lenz, Stoop, Stieger, Ströhle, Moosmann, Kuster, Pfeiffer. Coach: Nater.