Mister Eishockey tritt kürzer

Eishockey oder Fussball? Unter diesem Vorzeichen fand am Montag trotz Europameisterschaft die 52. Hauptversammlung des SC Rheintal mit Minus-Rekordbeteiligung im ri.nova Impulszentrum Rebstein statt.

Gewichtiger Wechsel im Vorstand des SC Rheintal: (v. l.) Andy Plüss (Rücktritt), Norbert Bühler, Raphael Coray, Fabian von Allmen, Marianne Holdener, Roberto Ladolardo neu Sponsoringchef, Roger Weder und Hansjörg Laumann.

Gewichtiger Wechsel im Vorstand des SC Rheintal: (v. l.) Andy Plüss (Rücktritt), Norbert Bühler, Raphael Coray, Fabian von Allmen, Marianne Holdener, Roberto Ladalardo neu Sponsoringchef, Roger Weder und Hansjörg Laumann. (Sepp Schmitter)

 

Präsident Hansjörg Laumann begrüsste die SCR-Familie und verdankte die grosse Arbeit die auf allen Stufen geleistet wird. In einer Schweigeminute wurde dem verstorben SCM-Gründungsmitglied Ueli Fischbacher gedacht. Für ihn war Eishockey immer eine Herzensangelegenheit und er hat dem SC Rheintal ein grosszügiges Legat hinterlassen.

Auf gutem Weg

In den Jahresberichten von Präsident und Sportchef wurden die sportlichen und gesellschaftlichen Leistungen der vergangenen Saison beleuchtet. Nach einer eigentlich sehr guten ersten Hälfte mit dem Spitzenplatz nach der Vorrunde wurde wegen vielen Verletzungen und Leistungsabbau des ganzen Teams das erstrebte Ziel nicht erreicht. In den Playoffs reichten dann die Kräfte nicht mehr und so bedeutete die Serie gegen Chiasso das frühe aus. Dies soll in der neuen Saison deutlich verbessert werden.

Andy Plüss beleuchtete die Situation des Bereichs Sponsoring. Das ist heute der wichtigste Posten, kommen doch bereits fast die Hälfte der Gelder aus Werbeaktivitäten. Nur mit viel Einsatz, persönlichen Beziehungen, zwischenmenschlichen Kontakten und Geduld können diese Ziele erreicht werden. Und das ist in der heutigen wirtschaftlich schwierigen Zeit nicht gerade leicht. Darum müssen auch neue Möglichkeiten wie «Lokalhelden», eine Sammelplattform der Raiffeisenbank, erfolgreich genutzt werden.

Die Jahresrechnung warf keine hohen Wellen. Etwas weniger Einnahmen, dafür nur sparsam ausgeben, was man hat, führte zu einem Minigewinn von 47 Franken Dank einem schönen Polster und vielen längerfristigen Werbeverträgen ist die nahe Zukunft gesichert.

Andy Plüss tritt kürzer

Bei den Wahlen musste ein wichtiger Abgang zur Kenntnis genommen werden. Andy Plüss zieht sich aus dem Vorstand und der strategischen Führung zurück, bleibt aber als Unterstützung für seinen Nachfolger dem Verein erhalten. Er wird auch weiterhin die Hockeyschule führen und als Trainer der Bambini seine Hockeyleidenschaft weitergeben. Der Vorstand wurde für zwei Jahre wiedergewählt. Als neuer Sponsoringchef stellt sich Roberto Ladalardo aus Widnau zur Verfügung. Er ist Kaufmännischer Leiter bei der Firma Sitag, Sennwald, und begeisterter Eishockeyfan. Andy Plüss wurde unter Verdankung seiner immensen Arbeit in den letzten acht Jahren zum Freimitglied ernannt. Er hat 2008 den Club in einer schwierigen Zeit übernommen und wieder in geordnete Bahnen gelenkt. Marianne Holdener für zehn Jahre und Roger Weder sogar fünfzehn Jahre im Vorstand erhielten ein Präsent und viel Applaus für weitere arbeitsreiche Jahre.

Etwas Spezielles ist auch Josef Fenkart, der seit Jahren mit seiner Frau die Eintrittskasse bei Heimspielen betreut und fast keines der Trainings der Senioren auslässt. Und das mit Jahrgang 1937, was beweist, dass Eishockey in jedem Alter möglich ist, denn beim SCR machen 75 Jahrgänge aktiv mit.

Drei neue Spieler

Beim Ausblick auf die neue Saison kam Freude auf, denn mit Adrian Ströhle, Nico Paul und Tino Sutter konnten drei wertvolle Spieler verpflichtet werden. Durch den Aufstieg von Uzwil am Grünen Tisch konnte der EHC St. Gallen nachrutschen und ist zusammen mit Engiadina neu in der Gruppe mit dem SC Rheintal.

Die Vorbereitungsspiele beginnen am 20. August, der erste Ernstkampf ist die Cup Partie auswärts gegen Lenzerheide. Weitere Infos laufend auf www.scrheintal.ch. Mit einem Imbiss ging die HV zu Ende und für einige zählte nun wieder nur noch der Fussball.