SC Rheintal vs. HC Prättigau-Herrschaft 2:3 ( 1:1, 0:2, 1:0)

Zurück zur Normalität, der SC Rheintal verliert  knapp gegen den
HC Prättigau-Herrschaft.

SEPP SCHMITTER
Maskenplicht wird gut eingehalten, ……nur Essen und Trinken geht besser ohne… !!

Nach der tollen Leistung in Herisau waren die Erwartungen der über 250 Zuschauer natürlich gross,  doch am Ende schaute wieder nichts heraus, die Punkte gingen ins Bündnerland. Das Spiel begann recht ambitioniert, beide Teams hatten gute Möglichkeiten und es gab schon Szenenapplaus, die  Stimmung wegen der Masken aber buchstäblich gedämpft. Die ersten Strafen brachten nichts zählbares, die Chance für den SCR Shorthander wurde nicht genutzt. Den Führungstreffer der Gäste wollte fast niemand richtig verhindern, denn die Gegenwehr hielt sich in Grenzen. Kurz vor der ersten Pause fasste sich der Rückkehrer Sin Schläpfer ein Herz und verzückte das Publikum mit seinem ersten Treffer zum verdienten Ausgleich.

Diese Nummer 20 wird man sich merken müssen, Sin Schläpfer nach seinem ersten Tor.

Punkte im Mitteldrittel verschenkt.

Die Bündner machten mächtig Druck, und belagerten das Tor von Ramon Metzler. Die Luchse versuchten ihr Spiel aufzuziehen, doch das gelang nur teilweise, und einen Schönheitspreis interessierte niemand, es sind Tore, die man sehen wollte.  Und ein solches kassierten die Rheintaler,  als ein klassischer Aufsetzer über die Stockschaufel hüpfte, die Steinböcke mit etwas Glück in Führung. Beim nächsten Treffer standen die „Moser Buben“ im Schilf und der Bündner konnte sich die Ecke auslesen. Die  die Hausherren mussten einem zwei Tore Rückstand nachrennen.

Kein Happy end.

Nun war der SC Rheintal gefordert und die Pausenpredigt zeigte Wirkung. Im Powerplay verwertete Pascal Obrist den Zuckerpass von Pascal Kuster zum Anschlusstreffer, das war Millimeterarbeit. Und noch bliebe 15 Minuten um das Spiel zu kehren.  Die offensive Spielweise kreierte beste Möglichkeiten, die aber wirkungslos blieben,  sie machte aber auch Konteranfällig. Das Spiel wurde durch die Torhüter offen gehalten wobei Ramon Metzer  guten Paraden zeigte, sein gegenüber Sven Salis offensichtlich seinen Glückstag einzog. Zum Schluss noch ein time out, und ohne Torhüter, doch alles anrennen nütze nichts  mehr, Spiel verloren und Punkte geschenkt. Einmal mehr stimmten Aufwand und Ertrag nicht, und nur zwei gute Drittel reichen nicht. Die Bündner zeigten den grösseren Siegeswillen und wurden belohnt.  Die Rheintaler spielten oft zu verkrampft  und liessen eine gewisse Lockerheit und Spielfreude vermissen. Viele Zuschauer waren aber froh, dass man ein Spiel besuchen kann, und der Unterhaltungswert und die Spannung waren trotz allem gut.  

Und der Kurzkommentar der Bündner bringt es auf den Punkt: Dank einer disziplinierten und kämpferischen Leistung sowie dem viel zitierten Quäntchen Glück schnappte sich die Mannschaft von Dusan Halloun mit dem 2:3 Auswärtserfolg gegen Rheintal drei eminent wichtige Punkte.

Neues von der Corona Front: Gestern konnten nur drei Spiele durchgeführt werden. In Herisau kam am Mittag die Absage, da der Gegner Red Lions Reinach mit Corona infiziert wurde. Wie lange die Quarantäne dauert ist noch ungewiss, auch nicht klar, ob das Spiel am Samstag in Reinach gegen den SC Rheintal stattfinden kann. Zurzeit sind bereits elf Spiele verschoben, Luzern und Pikes sind schon mit drei oder gar vier Spielen im Rückstand. Ob  oder wie lange die Saison gespielt werden kann, ist ungewiss, eigentlich sind alle froh, dass wenigstens noch gespielt wird.