Der SC Rheintal kann doch noch gewinnen.

Nach 0:2 Rückstand mit 5 Toren im Schlussdrittel zum klaren 6:2 Sieg.

SEPP SCHMITTER

Die Erwartungen an das letzte Heimspiel waren hoch, denn wiederum über 230 Zuschauer fanden den Weg in die Aegeten. Darunter sogar eine Handvoll Red Lions Fans, die den mit nur 16 Spielern unterbesetzten Bus füllen durften.  Die Rheintaler waren für einmal  ansprechend besetzt, Bodemann und Breitenmoser wieder mit dabei. Für die einen das letzte Heimspiel, für Liam Stoffel aber das erste Spiel in der 1. Liga, der SCR Junior sammelte bisher Erfahrungen im Team II. Die Hausherren starteten mit viel Druck, sie wollten sich noch einmal beweisen, doch bei angezeigter Strafe gelang den Gästen der glückliche Führungstreffer.   Ein Kicktor der Löwen wurde zu Recht aberkannt, die aufmerksamen Schiedsrichter hatten gut hingeschaut. Aber wieder einmal, der SCR lag trotz Chancenpluss im Rückstand.

Emotionen kommen ins Spiel, das gibt Strafen.

Die Luchse immer noch sehr ambitioniert, aber wenig effizient, und zum Teil zu kompliziert und mehr als ein Lattentreffer waren nicht zu sehen. Umso sehenswerter dann der Faustkampf zwischen Luca Binder und Cyril Meyer, sogar die Unparteiischen schauten lange tatenlos zu, um dann die beiden Streithähne unter die Dusche zu schicken. Der Torhüter der Gäste, Marc Witschi unter Dauerbeschuss, aber nach einem schnellen Gegenstoss stand es plötzlich 0:2.  Ramon Metzler konnte abwehren, doch die Scheibe flog in hohem Bogen ins Tor.  Nun waren SCR Tore gefordert und eine leise Vorahnung an vergangen knappe Niederlagen kroch durch die Halle. Adrian Ströhle nahm die Herausforderung an und konnte  eine herrliche Kombination mit Nico Paul erfolgreich aschliessen. Damit war die Aufholjagd eingeläutet.  

Furioses Schlussdrittel der Luchse.

Der SC Rheintal übernahm nun endgültig das Zepter und die Bemühungen fruchteten endlich. Sandro Bartholet kann mit einem trockenen Schuss den Ausgleich realisieren, die lange vermisste Kaltblütigkeit war wieder da. Nur dreissig Sekunden später schloss  Pascal Kuster erfolgreich ab, dieser Doppelschlag löste die Verkrampfung der Akteure und Begeisterung auf den Rängen aus. Adrian Ströhle spielte auf Nico Paul und dieser machte mit viel Geduld  und Übersicht den Sack mit dem 5. Tor zu.  Die Red Lions am Ende ihrer Kräfte, machten noch ohne Torhüter auf Resultatkosmetik, doch Lukas Thurnherr traff mit einem Präzisionsschuss übers ganze Feld mitten ins leere Tor und stellte das schöne Schlussresultat auf 6:2.

Dieses Spiel hatte nochmals alles gezeigt, was Eishockey so attraktiv und sehenswert macht. Dramatik pur und frustrierende Erfolglosigkeit in den ersten beiden Abschnitten und ein Schaulaufen mit präzisem Zusammenpiel und herrlichen Toren bis zum Schluss. Ja, wenn es einmal läuft, dann läuft es und wenn der Wurm drin ist, halt eben nicht. Dieses Spiel machte richtig Lust auf mehr, doch nun ist in der Eishalle Widnau Sommerpause bis Mitte August.

Man dar gespannt sein, mit welcher Formation die Luchse dann antreten werden. Sicher ist, dass es grössere Veränderungen geben wird und die Mannschaft ein neues Gesicht bekommt.

Der SC Rheintal bedankt sich bei allen, die den Verein und das Team in irgendeiner Form Unterstützt haben und freut sich auf die nächste Spielzeit.

Das letzte Spiel HC Prättigau-Herrschaft – SC Rheintal am kommenden Sonntag 17.30 Uhr in der Eishalle Grüsch.