Das Märchen dauerte 50 Minuten.

Der SC Rheintal verliert gegen den oberklassigen EHC Seewen nur knapp mit 1:2.

SEPP SCHMITTER

Claudia Graf, Sonnenbräu, eröffnet das Cupspiel.

Cupspiele haben ihre eigene Dynamik und besondere Motivation. Das haben die Resultate des Samstags sicher gezeigt. Darum ist der Start immer besonders wichtig für den unterklassigen. Möglichst lange ohne Gegentorbleiben, gut ins Spiel kommen und wenn möglich selber in Führung gehen. Und genau so haben es die Rheintaler gemacht. Die erste Angriffswelle erfolgreich abgewehrt und dann der Gegenstoss. Adrian Ströhle lancierte Mica Moosmann und der konnte  schon in der 3. Minute den Führungstreffer erzielen. 

Mica Moosmann trifft zum 1:0 Götti 5vor12 Reisen Feldkirch.

Der SC Rheintal spielte nun druckvoll weiter, von Klassenunterschied war gar nichts zu sehen. Im Gegenteil, die besseren Chancen waren beim Heimteam und sie hätten gut und gerne noch nachlegen können, doch da hatte besonders der Gästetorhüter etwas dagegen. Zu viele Spieler auf dem Eis war der Grund der ersten Strafe gegen die Luchse. Auch ein Zeichen von übermotiviert, aber sie konnte unbeschadet überstanden werden. Und weil das eigene Überzahlspiel nichts brachte,  ging es mit der zu knappen Führung in die Kabinen. Claudio Engler, ein wichtige Turm in der SC Rheintal Abwehr konnte wegen einer schmerzhaften Verletzung nicht mehr weiterspielen, was die Sache auch nicht einfacher machte. 

Claudo Engler, Gute Besserung!! Götti: ewohnen.ch Eggenberger Widanu.
Am Freitag noch mit der Nationalmannschaft in Olten, am Samstag schon wieder im Staff des SC Rheintal: Doktor Johannes Keel Götti: Berit Klinik Speicher,
Dominic Pfeiffer 86, Götti: 5vor12reisen Feldkirch

Nur Strafen, aber keine Tore.

Das Märchen lebte weiter, denn der SC Rheintal konnte seine Führung auch im zweiten Drittel behaupten.  Die fünf Strafen brachten etwas mehr Gefahr, aber  vor allem Gesprächsstoff, denn die Entscheide der Unparteiischen waren nicht über alle Zweifel erhaben.  Doch das gezeigte auf dem Eisfeld entschädigte die gut 500 Zuschauer vollauf, ein attraktives, intensives Spiele mit  zwei Teams auf Augenhöhe. Chancen gab es hüben und drüben, doch auch der wiedergenesene Vincent Sauter war seiner Mannschaft ein sicherer Rückhalt. 

Zwei Bollwerke in der Abwehr: Vincent Sauter : Götti Basso Optik Au, Nico Paul,
Götti: Kornhausbräu Rohrschach,

Das Märchen nimmt ein jähes Ende.

Noch zwanzig Minuten die Führung bewahren, das grosse Ziel des kleinen SC Rheintal. Doch den  knappen Vorsprung  veralten reichte nicht, und so machte der SCR alles, um zu weiteren Toren zu kommen. Die Möglichkeiten dazu waren durchaus vorhanden, doch zählbares schaute nicht heraus.   Das Spiel hochspannend und begeisternd, die Stimmung gut,  wie auch die Unterstützung des Publikums.  Eine weitere kleinliche Strafe gegen die Rheintaler, der Schiedsrichter offenbar kein  Märchenfreund, leitete die Wende ein. Mit Ach und Krach schossen die Innerschweizer im Powerplay den schmeichelhaften Ausgleich.  Das brachte den Siegeswillen  den Nater Boys kurzfristig ins Wanken und so konnten die Gäste zwei Minuten später in Führung gehen. Das weckte die Luchse nochmals und sie versuchten nun alles, um wenigstens in die Verlängerung zu kommen. Doch ein sackstarker Rüegger im Seewener Kasten  verhindert alle Torgelüste. Auch ohne Torhüter und im Powerplay gelang   den Luchsen nichts mehr, die Sekunden verrannen  und damit war  das Märchen ausgeträumt. Die Rheintaler haben alles gegeben, um gegen den oberklassigen die Überraschung zu schaffen und  waren sehr nahe daran. Sie konnten mit erhobenem Haupt vom Eisfeld gehen, eine weiter spannende Cupgeschichte im Palmarès des SC Rheintal, leider ohne Happy end. 

Assistent Adrian Heule, alles Gute zum Geburtstag, 9. Februar. Götti: Heuele Wärme und Feuer, Widnau

Weiter geht es schon am Dienstag mit dem Spiel SC Rheintal gegen den HC Luzern.  Spielbeginn 20.00 Uhr in der Aegeten.