Heimrecht trotz bitterer Niederlage

Der SC Rheintal unterlag den Pikes Oberthurgau mit 1:3, behält aber einen kleinen Heimvorteil in der Masterround.

Larissa Binder

Zu Beginn sah es nicht schlecht aus für die Gastgeber: Das Spiel wog hin und her und alles schien offen. Nachdem sich Nico Paul mit einem klirrenden Schuss bemerkbar machte (7.), horchten die Ränge auf – leider landete der Puck aber nur am Gehäuse. Wenig später (8.) hatte Moosmann den richtigen Torriecher, schoss die Luchse in Führung und sorgte für grossen Jubel in den Rheintaler Reihen.

Gäste drehen die Partie schon früh

Nun machten auch die Gäste aus dem Oberthurgau vermehrt Druck vor SCR-Keeper Sauter. Nach mehreren gescheiterten Versuchen war die Scheibe am Ende doch drin: 1:1. Im zwei-ten Drittel kam der Führungstreffer für die Pikes dann zu schnell. Bereits in der 22. Minute erwischte Vogel Sauter eiskalt mit einem Schuss zwischen die Beine.

Im darauffolgenden ersten Rheintaler Powerplay haderte der SCR zu oft mit dem Abschluss – ein Knorz, der nicht das erwünschte Resultat bringen konnte. Aufsehen erregte daraufhin das Zuspiel von Sieber zu Waidacher (33.), dessen Schuss wiederum nur die Fanghand von Pikes-Goalie Chmel fand.

Auch im Schlussdrittel agierte der SCR: In der 41. war es erneut Waidacher, der einen sehenswerten Abschluss zeigte, diesmal mit der Rückhand, jedoch landete auch dieser Versuch in Chmels Fanghand. Auf diese Szene sollte mehr Spektakuläres aus den Rheintaler Reihen folgen. So beispielsweise Moosmann, dessen Effort von Chmel aber vehement gebremst wurde, oder Manser mit einem Schuss von der Blauen.

Sehenswert, aber ohne Erfolg

Auch Sieber hatte den Ausgleich schon auf der Schaufel, im Netz landete die Scheibe jedoch nicht. Englers Schuss traf in der 57. nur die Latte und auch Kuster und Bartholet erspielten sich wenige Minuten vor Spielende gute Chancen. Der Rückstand, war er auch noch so gering, schien wie ein Fluch über den Luchsen zu hängen. Als der SCR in der 58. auch noch das Tor zum 1:3-Endstand kassierte, zerrann die Hoffnung auf drei Punk-te gegen die zweitplatzierten Oberthurgauer. Auch das Timeout, das Coach Nater in der 59. einberief, brachte nicht den gewünschten Erfolg.

Trotz dieser Niederlage bleibt der SCR in der Tabelle aber auf Rang neun und darf in der kommenden Masterround, wo in fünf Partien gegen die Teams der unteren Tabellenhälfte über die letzten Playoff-Plätze entschieden wird, einmal mehr vor Heimpublikum spielen.

Larissa Binder