SC Rheintal gewinnt „Testspiel“,

  Die jungen Luchse machen die Sache gut und ziehen mit einem klaren 5:0  gegen HC  Ascona in die nächste Cup Runde. 

SEPP SCHMITTER

Die Experimentierfreudigkeit  bei Roger Nater war gross und so verordnete er seinen Leistungsträger gleich einmal ein freies Wochenende. Sieber, Engler, Breitenmoser, Weber  und die Paul Brüder waren nicht im Tessin, dafür die B Lizenzen Moosmann und Waidacher und Ex Rekrut Manser. „Ein zwei schnelle Tore, damit die Sache nicht schwierig wird“, war die Ansage vom Sportchefs, doch so einfach liessen das  die Tessiner nicht zu.  Dass die Harmonie in den neuen Formationen noch nicht spielte, zeigte sich in den erfolglosen Powerplays. Keines der Tore wurde in Überzahl erzielt, obwohl es genügend Gelegenheit gab.  Trotz etlichen guten Möglichkeiten war ein Pfostenschuss der Gäste lange das einzig Nennenswerte  und darum endete das Startdrittel fast Torlos, aber nur fast. Buchstäblich in letzter Sekunde verwertete Leon Romagna das Zuspiel von Noel Vetter und liftete die Scheibe nach  gewonnenem  Bully in den Torhimmel. 1,9 Sekunden standen noch auf der Uhr.

Entscheidung im Mitteldrittel.

Die Rheintaler übernahmen immer mehr das Spieldiktat und erhöhten den Druck. Sandro Bartholet konnte einen Zuckerpass von  Adrian Ströhle übernehmen und nach einem Solo zum zweiten Tor verwerten. Zur Spielhälfte machen Ramon Metzler und Vincent Sauter Jobtausch, doch diesen Luxus konnten sich die Tessiner nicht leisten. Normalerweise mit nur einem Torhüter spielend, musste für das Cupspiel ein zweiter bereitstehen. Dabei haben die Hausherren tief in der Mottenkiste gewühlt und mit Meoli Silvano einen ehemaligen Stammspieler reaktiviert. Seine letzten Ernstkämpfe  liegen aber bald 10 Jahre zurück, nicht verwunderlich mit Jahrgang 1959 also stolzen 60 Jahren auf dem Buckel. Dem Swiss Cup sei Dank, dass immer wieder solche Geschichten geschrieben werden können.

Pierre Tomamichel 1991 und Meoli Silvan 1959

Adrian Ströhle traf  zum 3:0 und dank guter Mithilfe des Ascona Hüters konnte sich auch Michael Holdener in die Torschützenliste eintragen lassen. Dann wurde der Druck der Rheintaler zu gross, denn bei eine kraftvollen Bandenkontakt sprangen gleich zwei Scheiben aus  der Verankerung, was eine grössere Reparatur und damit vorgezogene Pause nach 38 Minuten nötig machte.

Nach erfolgreicher Reparatur wurde die Rest Zeit noch gespielt, und dann die Seiten gewechselt und das letzte Drittel in Angriff genommen. Eine tolle Kombination,  ausgehend von Michel Holdener über Noel Vetter vollendete Pascal Kuster zum Endstand von 5:0 für die Luchse. Und weil die Eisbahn Ascona noch offen ist, wurden nach 10 Minuten nochmals gewechselt. Dieses Hin und her war aber nicht das aufregendste des Drittels, denn die Tessiner versuchten bis zuletzt, wenigstens noch den Ehrentreffer zu schiessen. Doch mit vereinten Kräften gelang es den Rheintaler, ihren  Kasten  reinzuhalten und so feierte beide Torhüter ihren Mini Shutout. Ebenso erfreulich die Leistung der Jungen Spieler und dass fünf verschieden Schützen für die Tore verantwortlich waren.  So war das Spiel kurz vor 23.oo  Uhr zu Ende und Toni  Kobler von Köppel Reisen chauffierte die Mannschaft sicher wieder nach Hause in Rheintal.  

Weiter geht es am Mittwoch 13. November um 20.00 Uhr in Frauenfeld.