Eishockeykrimi !!

Der SC Rheintal gewinnt  in der Verlängerung mit 5:4 gegen den SC Herisau.

Das Spalier der beiden Mannschaften bildete den würdigen Rahmen für die Verabschiedung der verdienten SC Rheintal Spieler, Manuel Holenstein, Sascha Moser, Dominik Schawalder, Tino Sutter und Dario Bärtsch. Sie sind aus dem Team 1 zurückgetreten, bleiben dem Vereins aber als Spieler der zweiten Mannschaft oder im Staff erhalten.

Im Spiel setzten die Schiedsrichter dann den ersten Akzent, den nach acht Sekunden gaben  sie den Tarif bekannt und schickten Engler auf die Strafbank. Und sie bliebe ihrer Linie treu, pfiffen auf beide Seiten etwas kleinlich und verteilten je acht kleine Strafen. Zwei davon nutze Renato Engler und brachte seine Farben zweimal in Führung, dazwischen hatte Marco Koller für die Appenzeller ausgeglichen. Der SC Rheintal konnte die verdiente 2:1 Führung mit in die Pause nehmen.


Konsolidierung im Mittelabschnitt

Der SC Herisau versuchte nun, die Oberhand zu gewinnen und machte gehörig Druck aufs Tor von Ramon Metzler. Die Luchse spielten in dieser Phase „System Hühnerhaufen“ und gestanden  dem Gegner sogar zwei Tore aus dem Gewühl heraus zu und lagen  erstmals mit 2:3 m Rückstand. Die Reaktion liess aber nicht lange auf sich warten, denn Damian Holenstein konnte noch vor Spielhälfte ausgleichen. Eine doppelte Überzahl mussten die Luchse ungenutzt verstreichen lassen, Sandro Speck im Herisau Tor liess sich nicht bezwingen.   Ein offener Schlagabtausch auf beachtlichem Niveau , beide Teams auf Augenhöhe  und darum das Teeresultat auch 3:3 unentschieden.

Taktisch kluges  Schlussdrittel

Viele glaubten nun, dass der nächste Treffer die Partie entscheiden könnte, und so gingen beide Teams mit der nötigen Absicherung nach hinten in den letzten Spielabschnitt. Ein Lapsus der SCR Verteidigung ermöglichte dem SC Herisau  den Konter, Marc Grau zog alleine los und liess dank seiner Routine Ramon Metzer keine Chance und brachte die Bären wieder in Front.  Der SC Rheintal sichtlich bemüht, das Spiel wieder zu kehren, rannten lange vergeblich an. Als viele schon mit einem knappen Herisauer Sieg rechneten, musste auf beide Seiten je ein Spieler auf die Strafbank. Noch waren knapp zwei Minuten zu spielen. Trainer Roger Nater, der Appenzeller in Rheintaler Diensten, setzte  alles auf eine Karte.  Er nahm sein Time Out, den Torhütter heraus und liess seine Mannen so Powerplay spielen. Die Bären wehrten sich nach Leibeskräften, doch acht Sekunden vor Schluss ging die List der Luchse auf. Yanik Bodemann, für viele überraschend im Aufgebot,  konnte zum Ausgleich einschiessen. Je einen Punkt für beide Teams und um den Zusatzpunkt gab es eine Verlängerung.  Dies wurde mit 3 gegen 3 Feldspieler bestritten, was die Spannung zusätzlich ansteigen liess.  Herisau versiebte die ersten zwei Chancen,  im Gegenzug konnte Sandro Bartholet seine kaltblütig nutzen und die Scheibe im Tor versenken. Der Jubel der Hausherren über den Sieg war fast grenzenlos, den Appenzeller froh, ihren ersten Punk auf dem Konto zu haben. Die über 400 Zuschauer natürlich begeistert und zufrieden, niemand hatte mit fünf Punkten und dem 6. Platz nach drei Spielen gerechnet.  Solche Spiele machen Lust auf mehr. Ein toller Unterschied auch im Spielaufbau und Tempo im Vergleich zur letzten Saison, und die Gewissheit, dass der SC Rheintal mithalten kann.

 

Das wurde dann auch am anschliessenden Supporterapéro festgestellt und die Mannschaft entsprechend gefeiert.

Weiter geht es schon am kommenden Mittwoch 10. Oktober, in Romanshorn gegen die Pikes Oberthurgau, Spielbeginn 20.00 Uhr

nächstes Heimspiel am Samstag 13. Oktober in Widnau gegen den EHC Uzwil. Spielbeginn 17.30 Uhr