Ein Sieg für die Geschichte, der SC Rheintal machte die Saison perfekt.

Mit einem 3:0 Sieg sicherten sich die Rheintaler den Meistertitel und den Aufstieg.

Eine bis an die Haarspitzen motivierte Truppe schickte Roger Nater aufs Eis, um die Mission Aufstieg erfolgreich abzuschliessen.  Die Gäste übernahmen resolut das Spieldiktat und nach drei Minuten konnte Adrian Ströhle mit einem klassischen „Buebatrickli“ den Torhütter  überlisten und den enorm wichtigen ersten Treffer markieren.  Das Tor beruhigte etwas die abgespannten Nerven des Teams, vor allem  aber auch die  der sicher über 200 mitgereisten Rheintaler Fans.

Die Hausherren waren aber nicht bereit, sich abschiessen zu lassen, sonder agierten sehr aggressiv, was zu Strafen führte – unter anderem auch einen Matchausschluss für Adrian Stoob. Die Rheintaler konnten im ersten Drittel mehr als neun Minuten Powerplay spielen. Im Gegensatz zum ersten Auswärtsspiel, in dem sie im Überzahlspiel die Differenz legten, reichte es diesmal nicht zum Torerfolg. Lag es daran, dass Manuel Holenstein nicht mitspielen konnte oder an der Ungeduld der Spieler. Mit diesem eher zu knappen Resultat ging es in die erste Pause.

Anstatt mit Powerplay starteten die Rheintaler noch im Pausenmodus und durften froh sein, nicht sofort  den Ausgleich zu kassieren, denn Hausherren  suchten vehement den Anschluss. Nach 25 Minuten entwischte Adrian Ströhle trotz Unterzahl den Zürcher Verteidigern und erhöhte im Nachsetzen auf 2:0. Das zweite Kabinettstück des  besten SCR Torschützen dieser Finalserie. Dieser Tiefschlag machte den Dürnten Vikings nun aber zu schaffen und nach 32 Minuten erhöhte Damian Holenstein auf 3:0. Dabei blieb es bis zur zweiten Sirene – die Zeichen standen auf Aufstieg.

Im letzten Drittel bestätigte sich, was sich angedeutet hatte: Dürnten kann gegen diesen SC Rheintal nur reagieren. Und die Mannschaft von Trainer Roger Nater verzichtete nun weitgehend aufs Agieren. Mit einer weiterhin konzentrierten Leistung ermöglichten die Luchse ihrem Goalie Ramon Metzler – der sicher verdient als bester Spieler seines Teams ausgezeichnet wurde –  im letzten Spiel nochmals einen Shutout. Nach dem Schlusspfiff gab es kein Halten mehr. Frenetisch feierten die SCR Fans ihre Mannschaft, lagen sich in den Armen und begossen den verdienten Erfolg. Erst nach drei Stunden wurde eine feuchtfröhliche Heimfahrt angetreten und dann  noch lange mit den Fans in der Habsburg gefeiert. Für viele Spieler reichte es aber nicht zum Tenü wechsel, immerhin die Schlittschuhe hatten  sie schon ausgezogen.

Damit ist die perfekte Saison des SC Rheintal Tatsache geworden: In 34 Wettkampfspielen feierte der SCR ebenso viele Siege, eliminierten dabei Wil, Arosa und Chur im Schweizercup und beendeten die Playoffs auf dem schnellsten Weg.

Diese Serie ist aber nicht das Verdienst einzelner, sonder ein kollektives Werk der ganzen Mannschaft samt Staff. Sicherlich darf man die Genialität von Manuel und Damian Holenstein, die Cleverness eines Nico Paul, oder die Hartnäckigkeit und List eines Adrian Ströhle usw. hervorheben, dabei aber alle anderen nicht vergessen.  Alle  regelmässig eingesetzten Spieler haben mindesten ein Tor zum Gesamtergebnis beigetragen, den  jungen Talenten steht das noch bevor, ihnen gehört die Zukunft. In dieser Verfassung kann der SC Rheintal auch nächste Saison in der 1. Liga eine gute Rolle spielen. Aber vorerst ist die Zeit des Feierns angebrochen!

Fotos: Karin Manser, Sepp Schmitter

Video von Robert Bochsler .  Herzlichen Dank,  so geil..!!!